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St. Bartholomäuskirche zu Röhrsdorf

An diesem Ort werden schon seit über 825 Jahren Gottes- dienste gefeiert. Das heutige Kirchengebäude hatte Vorgängerbauten, von denen kaum etwas bekannt ist. Der königliche Kammerherr, Johann August von Ponickau, förderte einen Neubau. 1737 wurde die alte Kirche abgerissen und unter der Leitung des Pöppelmann-Schülers, dem Landbauschreiber Simon, bis 1739 als barocke Saalkirche völlig neu erbaut. Für den Kirchturm wurde Pöppelmanns Zeichnung, die er für die Hofkirche in Pretzsch an der Elbe angefertigt hatte, nahezu unverändert übernommen. Kanzelaltar, frei stehender Altartisch und Taufengel sowie die Verzierung der Logen wurden vom Hofbildhauermeister Benjamin Thomae aus Dresden geschaffen. Die Ortsgemeinde umfasste bis 2005 nur die Orte Röhrsdorf und Klipphausen; heute gehören zur vereinigten Kirchgemeinde auch die Kirchen in Naustadt und Sora. Sonntags wird 8.30 Uhr bzw. 10.00 Uhr im Wechsel mit den anderen Kirchen Gottesdienst gefeiert.

Eine Besonderheit ist der wohl schönste Taufengel Mitteldeutschlands, der vor jeder Taufe vom Kirchenhimmel herabschwebt, um die Taufschale zu tragen. Bei der Taufe wird Gottes Liebe zu uns in Jesus Christus jedem Menschen persönlich zugesprochen. Der barocke Taufengel erinnert beim Besuch dieser Kirche an die „himmlische“ Gabe der Gotteskindschaft. An der Kirche und Ortskirchengeschichte lässt sich am Beispiel der Patronatsherrschaft in Klipphausen sowie der Röhrsdorfer Pfarrerdynastien ablesen, in welchem Maße gelebte Tradition Gutes bewahrt und Neues entwickelt. Die historische Sakristei, der Turm mit mechanischem Uhrwerk und der Glockenstube als auch die Patronatsgruft können auf Wunsch besichtigt werden. Bei einer interessanten Führung kann Ihnen Pfarrer Christoph Rechenberg noch manches verborgene Detail der Kirche zeigen und aus dem Leben der Kirchgemeinde und der Reuß´schen Prinzessinnen auf Schloss Klipphausen erzählen. Wir sind dankbar für die vielfältigen neuen Möglichkeiten nach der friedlichen Revolution 1989 im Blick auf die Erhaltung dieser Kirche. Dabei vergessen wir die nicht, die in Zeiten äußerer Bedrängnis und Mangelwirtschaft die St. Bartholomäuskirche bewahrt haben.„SOLI DEO GLORIA“ – „Allein Gott die Ehre“ – so steht es auf der Wetterfahne hoch über Dorf und Land und erinnert daran, dass auf aller menschlichen Arbeit, allem Tun und Vorhaben Gottes Segen ruht. Dieses Bekenntnis gilt allen Menschen, die hier ein- und ausgehen.

Christoph Rechenberg, Pfarrer